15. Januar 2021

Halbzeit im Every. Veganuary

Halbzeit im Every. Veganuary

Wie läuft Dein Veganuary? 

Seit 2014 sind jährlich Hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt dabei wenn es heißt: Veganuary - diesen Januar lebe ich vegan. Ausgehend von Großbritannien ist aus dem Veganuary mittlerweile eine globale Bewegung geworden, die Debatten um die Zukunft des Ernährungssystems anstößt, Aufmerksamkeit erregt und so immer mehr Menschen erreicht.  

Auch Every. ist mit dabei, denn wir wollen mit unseren Gerichten beweisen: Gutes und schnelles Essen kann beides sein: Gesund für dich und gesund für die Umwelt. Probiere hier unser Limited Veganuary Offer. 

Es ist mittlerweile bekannt, dass eine Ernährung die reich an Fleisch und tierischen Produkten ist, typische Wohlstandskrankheiten begünstigt: Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hohe Cholesterinspiegel, Gicht, Arthrose, Typ-2-Diabetes, ja sogar Krebs. Eine vegane und ausgewogene Ernährung sowie ein gesunder Lifestyle ist die beste Prävention. Auch die Umwelt freut sich über mehr Menschen, die die rein pflanzliche Kost ausprobieren. Denn die Produktion tierischer Lebensmittel verbraucht extrem viele Ressourcen: Vor allem Land und Wasser. 1 Liter Milch kostet 1000 Liter Wasser, 1 kg Rindfleisch sogar 15.500 Liter. Auch wenn Wasser sparen beim Duschen nicht verkehrt ist, am meisten erreichen kann jeder von uns, indem wir unsere Ernährung umstellen.

Das gleiche gilt übrigens fürs Klima: Fast die Hälfte der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase fallen auf die Produktion tierischer Lebensmittel zurück. Der CO2-Fußabdruck eines Veganers ist 70% niedriger als der Durchschnitt. Unsere Umwelt ist geprägt von unserem Essverhalten: 75% aller Agrarflächen werden derzeit für die Produktion tierischer Lebensmittel verwendet. Das ist so groß, wie der gesamte Afrikanische Kontinent. Auch In Deutschland werden mehr als die Hälfte des angebauten Getreides an Tiere verfüttert.

Stellt euch vor, all das stünde uns direkt als Nahrungsmittel zur Verfügung? Theoretisch sparst du pro Tag, an dem du auf tierische Produkte verzichtest 18 kg Getreide gegenüber dem Durchschnittsdeutschen. Auch die Abholzung des Regenwaldes ist fast ausschließlich durch unseren Hunger auf Fleisch bedingt. Würden wir pflanzliche Proteine (wie Soja), das auf dieser Fläche angebaut wird, direkt essen, so könnten wir 15x mehr Protein erhalten als wenn wir den Umweg über Nutztiere gehen. Tiere sind generell recht ineffizient wenn es darum geht die Pflanzen, die sie essen, in Protein umzuwandeln. Die meisten Ressourcen gehen auf diesem Weg verloren. 

Wie sähe eine Welt voller Veganer aus?

Wir können es nicht genau sagen, denn auch zur Zeit ist die Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln teilweise abhängig von tierischen Nebenprodukten - wie z.B. Gülle, die als Dünger genutzt wird. Trotzdem kann man ja mal einen Blick in die Zukunft werfen und träumen: In einer veganen Welt würde zunächst auffallen, wie viel Platz auf einmal zur Verfügung steht. Die Weltmeere könnten sich von jahrzehntelanger Überfischung erholen, die Luft wäre wieder reiner. Auf unseren Feldern wäre wieder mehr Artenvielfalt und es gäbe weniger Tierleid. Deine Teilnahme am Veganuary ist ein guter Start in die richtige Richtung! 


Viele tierische Produkte lassen sich übrigens auch total einfach durch eine pflanzliche Alternative ersetzen. Im Handumdrehen hat man sich an den neuen Geschmack von Hafer- oder Erbsendrinks gewöhnt, der vegane Käse wird auch immer besser und wir stehen schon heute vor einer großen Auswahl täuschend echter Fleischersatzprodukte. Wenn es dir gar nicht an tierisch anmutendem fehlt - umso besser! Die Welt der Pflanzen hat sowieso viel buntere und nahrhafte Produkte im Angebot. Klick Dich doch mal durch unsere bunten Bowls.

 

Referenzen: 

Battaglia Richi E.; Baumer B.; Conrad B.; Darioli R.; Schmid A.; Keller U. (2015): Health Risks Associated with Meat Consumption: A Review of Epidemiological Studies. Int J Vitam Nutr Res. 85(1-2). 70-8 

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) (2019): Landwirtschaft verstehen. Fakten und Hintergründe. 

Mekonnen M.M. & Hoekstra A.Y. (2010): The green, blue and grey water footprint of farm animals and animal products. Value of Water Research Report Series. 48. 

Poore J. & Nemecek T. (2018): Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers. Science 360. 987–992. 

Shepon A.; Eshel G.; Noor E. & Milo R. (2016): Energy and protein feed-to-food conversion efficiencies in the US and potential food security gains from dietary changes. Environmental Research Letters. 11. 105002